Vertreter von US-Konzernen treffen chinesische Führung
Trotz des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat der chinesische stellvertretende Ministerpräsident He Lifeng Vertreter mehrerer großer US-Unternehmen empfangen. Wie das Handelsministerium in Peking mitteilte, traf He unter anderem Vertreter von Apple, Mastercard und den Pharmakonzernen Pfizer und Eli Lilly. "China wird weiterhin das Geschäftsumfeld verbessern und mehr Investitionen von multinationalen Unternehmen begrüßen", sagte der chinesische Vizepremier demnach den US-Vertretern.
Unter den US-Unternehmern, die nach Peking fuhren, war auch der Apple-Chef Tim Cook. Dort traf er sich mit dem Leiter des Chinesischen Rats für die Förderung des Internationalen Handels (CCPIT), Ren Hongbin. Laut einer CCPIT-Mitteilung sprach sich Hongbin dabei für eine mögliche Vertiefung der gemeinsamen Geschäfte aus, etwa im Bereich der Lieferketten. Cook und Hongbin sollen sich demnach auch über den US-chinesischen Handel insgesamt unterhalten haben.
Handelsvolumen von einer halben Billion Euro
Kurz nach seinem Amtsantritt hatte US-Präsident Donald Trump seine gegen China gerichtete Handelspolitik aus seiner ersten Amtszeit aufgegriffen und Importe aus China mit hohen Sonderzöllen belegt. China reagierte ebenfalls mit neuen Zöllen.
Die chinesische Regierung hofft dennoch, Trump zu einer Entspannung im Handelskonflikt zu bewegen. Im vergangenen Jahr hatte der US-chinesische Handel ein Volumen von etwa 580 Milliarden Dollar (knapp 540 Milliarden Euro). Drei Viertel der Summe entfallen dabei auf chinesische Exporte in die USA.
Bereits am Sonntag war mit dem republikanischen Senator Steve Daines erstmals seit dem Beginn von Trumps zweiter Präsidentschaft ein hochrangiger US-Politiker in China eingetroffen. Daines wurde dabei ebenfalls von einer Delegation von Wirtschaftsvertretern begleitet, darunter vom Luftfahrtunternehmen Boeing und vom Halbleiterhersteller Qualcomm. Der Senator traf dabei die chinesische Ministerpräsidentin Li Qiang. Li sagte bei dem Treffen, in Handelskonflikten gebe es keine Gewinner und warb für gute Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.